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Die Zukunft Europäischer Unternehmen in den Jahren 2022 bis 2030

8. Juni 2021

Vorhersagen und Gedanken von Emanuell Charis.

Derzeit bestimmt die Corona-Krise die öffentliche Debatte und ein wirkliches Ende der Pandemie scheint noch immer in weiter Ferne zu liegen. Doch viele Menschen schauen jetzt schon sorgenvoll in die Zukunft und fragen sich, wie diese nach dem Virus aussehen wird. Wie wird sich das Leben in Deutschland und weltweit bis zum Jahr 2030 entwickeln? Auch wenn uns die Pandemie lehrt, dass immer unvorhergesehene Dinge passieren können, die die Welt wortwörtlich lahmlegen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die folgenden Entwicklungen uns alle in diesem Jahrzehnt beeinflussen werden.

1. Brain-Drain in Europa

Insbesondere in zukunftsfähigen Branchen konkurriert Deutschland mit den Standorten im Silicon Valley, China, Südkorea oder Taiwan. Dabei ist zu beobachten, dass immer mehr Hochqualifizierte Deutschland verlassen und sich in internationalen Hotspots niederlassen. Während bedeutende Erfindungen früherer Zeiten, wie beispielsweise das Automobil oftmals „Made in Germany“ waren, sind mittlerweile andere Länder in der Rolle des Vorreiters. Politische Maßnahmen, um die schlausten Köpfe in der Heimat zu halten, stecken in Europa allerdings noch in den Kinderschuhen.

2. Technologischer Fortschritt und E-Commerce

Die andauernden Lockdowns haben einen Gewinner hervorgebracht: Den Onlinehandel. In diesem Segment war ein starkes Wachstum in der Pandemie zu verzeichnen. Auch viele kleine Läden sind durch die Ladenschließungen dazu gezwungen gewesen, sich eine Onlinepräsenz mit einem Shop aufzubauen. Die Entwicklungen im E-Commerce sind allerdings nicht nur in der Coronapandemie begründet. Vielmehr wirkte das Virus als Katalysator einer bereits bestehenden langjährigen Entwicklung. Neben der zunehmenden Bedeutung des E-Commerce werden weitere technologische Innovationen wie Anwendungen einer künstlichen Intelligenz oder selbstfahrende Autos eine wichtige Rolle im Alltag der Zukunft spielen. Bestehende Trends wie die Robotik oder personalisierte digitale Werbung werden sich vermutlich ebenfalls weiter verstärken.

3. Verschlafene Energiewende

Der Klimawandel wird zum immer drängenderen Problem. Wenn das auf der Pariser Klimakonferenz beschlossene Ziel einer Erderwärmung unter 1,5 °C erreicht werden soll, müssen deshalb schnell die Weichen gestellt und die Nutzung konventioneller Energieträger reduziert werden. Die Untätigkeit der letzten Jahrzehnte wird sich in Zukunft rächen, was zu großen Problemen führen könnte. Investitionen, die noch immer in alte Technologiepfade getätigt werden, werden sich als unrentabel entpuppen und den nötigen Wandel verlangsamen.

4. Der Ausbau der digitalen Netze stockt

Das in Europa eher schlecht ausgebaute digitale Netz erweist sich als weiterer Hemmschuh bei der Suche nach neuen Innovationen. Denn mit einer schnellen und stabilen Internetverbindung sind weltweites Know-how und internationale Kunden sprichwörtlich nur einen Mausklick entfernt.

5. Kalter Elektrokrieg – und Europa mittendrin

Der immer schnellere technische Fortschritt, beispielsweise über 5G zu 6G, wirft auch Fragen bezüglich der Technologieführerschaft auf. Von dieser Führungsposition versprechen sich die größten Länder der Welt viele Vorteile und versuchen deshalb die heimische Technologiebranche zu fördern und im eigenen Land zu halten. China setzt hierfür beispielsweise auf das Programm „Made in China 2025“. Ähnliche Programme wurden auch in Indien und Russland aufgesetzt. Diese Angriffe auf die Spitzenposition der USA sorgen dabei für Konfliktpotenzial zwischen den Supermächten. Europa steht hierbei als wichtiger Markt für Elektrotechnik zwischen den Fronten und wirkt zunehmend machtlos.

6. Europa machtlos gegenüber Tech-Giganten

Die zunehmenden Spannungen im Technologiesektor werden Europa aufgrund seiner abhängigen Position sehr zusetzen. So ist beispielsweise denkbar, dass die USA enge europäisch-russische Kooperationen beispielsweise im Energiesektor mit technologischen Sanktionen beantworten könnten. Beispielsweise ein Abschalten von Cloudzugängen oder dem VISA-Bezahlsystem wären als Szenario denkbar.

7. Back to the roots

Das weltweite Wirtschaftswachstum ist regional sehr unterschiedlich. Bis zum Jahr 2030 werden China (+6 %), Indien (+7 %), Afrika (+6 %) und der Mittlere Osten (+5 %) ein starkes Wirtschaftswachstum erfahren. Eine Verschiebung der Wirtschaftskreisläufe nach Asien ist deshalb denkbar. Damit wäre die Welt wieder vergleichbar zu der Zeit, bevor Europa aufgrund der industriellen Revolution einen großen Produktionsvorteil gewann und sich der Schwerpunkt der weltweiten Produktion von Asien nach Europa verlagerte.

8. Kampf um Ressourcen

strategisch wichtige Ressourcen werden immer knapper. Gleichzeitig steigt der Verbrauch durch ein Anwachsen der Weltbevölkerung. Egal, ob bei Erdöl und-gas oder „neuen“ Ressourcen wie Lithium zur Batterieherstellung, Konflikte scheinen vorprogrammiert zu sein. Europa als Kontinent mit wenigen eigenen Ressourcen wird dabei neue Wege gehen müssen, um die eigene Versorgung sicherstellen zu können. Auch eine ausreichende Wasserversorgung wird zu einer zentralen globalen Frage, die durch die Auswirkungen des Klimawandels noch erheblich verschärft wird.

9. Genetische Überwachung von Infektionskrankheiten

Nicht erst seit der Ausbreitung des Coronavirus bestehen Bestrebungen mittels Gentechnik Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Deshalb sehen viele Experten das vor uns liegende Jahrzehnt als Startschuss für eine Epoche der Biotechnologie. Unternehmen dieser Branche wird dabei nicht nur eine im wahrsten Sinne des Wortes goldene Zukunft prognostiziert, sondern ihre strategische Bedeutung wird sie für die mächtigsten Staaten der Welt unverzichtbar machen. Einer der Vorreiter der Entwicklungen in der Biotechnologie stellt dabei die Firma ILLumina dar. Bei diesem amerikanischen Unternehmen handelt es sich um den weltweiten Marktführer im Bereich der Biotechnologie.

10. Digitaler Krieg um Meinungen und Kunden

Manipulationen der öffentlichen Meinung per Social Media, aber auch der gläserne Onlinekunde werden die Entwicklung der nächsten Jahre maßgeblich beeinflussen. Die Macht über Daten und Debatten wird dabei elementar wichtiges Kapital sein.

11. Digitalisierung der Arbeitswelt

Corona katapultierte die Wirtschaft weltweit innerhalb weniger Monate ins Zeitalter onlinebasierter Lösungen. Durch Homeoffice etc. zieht einerseits eine neue Freiheit ins Arbeitsleben ein. Andererseits werden hierdurch neue gesetzliche Rahmenbedingungen benötigt. Ebenso werden Regionen ohne eine leistungsfähige Internetverbindung schnell abgehängt.

12. Individualismus bringt neue Herausforderungen für Unternehmen

Die heutige Zeit ist geprägt von Individualismus. Soziale Gruppen mit ähnlichen Interessen sind heutzutage dank Smartphone und Internet nur einen Klick entfernt. Der Druck, sich an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen, sinkt dadurch erheblich. Aufgrund dessen bilden sich immer mehr Submilieus aus und die Lebensentwürfe werden vielfältiger und diverser. Diese Entwicklung stellt Unternehmen vor eine große Herausforderung. Wo sie früher für einzelne große Zielgruppen angepasste Angebote anbieten konnten, müssen sie heute Angebote für die unterschiedlichsten Milieus und Lebensentwürfe bereitstellen, um am Markt bestehen zu können. Der Schlüssel für nachhaltigen Firmenerfolg liegt deshalb insbesondere darin, die Wünsche seiner Kunden rechtzeitig antizipieren zu können. Führungskräfte mit einem Gespür für soziale Entwicklungen und ausgefeilte Software zur Analyse des Kaufverhaltens der einzelnen Kunden werden deshalb in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Ein in dieser Form angesammeltes Wissenskapital wird zukünftig den Aktienkurs der Unternehmen noch stärker positiv beeinflussen als bisher.

Fazit:

Die Welt befindet sich mitten in einem großen Transformationsprozess. Um bestehen zu können, müssen Unternehmen sich an die sich immer schneller verändernden Prozesse anpassen. Hierfür müssen sie die für ihr Geschäftsfeld bestehenden Chancen und Risiken rechtzeitig antizipieren können. Ein Schlüssel für zukünftigen Unternehmenserfolg wird deshalb darin, liegen Veränderungen schneller als die Konkurrenz zu antizipieren. Im Jahr 2030 werden Unternehmen deshalb verstärkt Hochtechnologie und ausgereifte Ingenieursprodukte einsetzen und sich dadurch einen komparativen Vorteil erarbeiten können. Veränderungsprozesse müssen dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchgeführt werden, wobei die Orientierung auf den einzelnen Kunden immer mehr in den Fokus rücken dürfte. Gleichzeitig müssen Unternehmen flexibel auf die zunehmenden internationalen Spannungen im Technologie- und Rohstoffsektor reagieren können. All diese Anforderungen begünstigen große Unternehmen und Konzerne gegenüber ihren kleineren Konkurrenten, da sie über erheblich größere finanzielle Mittel verfügen, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Deshalb werden kleine Akteure am Markt zunehmend verdrängt beziehungsweise von den großen Playern übernommen werden.

In diesem Jahrzehnt wird der Grundstein für erfolgreiches Wirtschaften darin bestehen, dass eine Änderung der Unternehmensorientierung weg vom Produkt, hin zum Kunden stattfindet. Öffentliche Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere in die digitalen Netze sollten diese Prozesse flankieren. Auch der Wandel hin zu einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt mit einem Fokus auf lösungsorientiertem und lebenslangem Lernen steht dabei zukünftig noch mehr im Fokus und wird das Leben im Jahr 2030 maßgeblich prägen.

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